Bei all der zum größten Teil vollkommen unnötigen Panikmache in der Öffentlichkeit möchte ich den Nutzern von 5KEYS maximale Sicherheit geben. Aus diesem Grund sind alle Beiträge ab sofort mit einem KI-Hinweis versehen.
Nicht in allen Fällen wäre das wirklich notwendig. Und der Schreiber eines Artikels auf 5KEYS kann diesen Hinweis auch jederzeit entfernen, indem er auf der Seite, auf der er den Beitrag anlegt, einfach einen Haken setzt, dass der im Beitrag genutzte Text sowie das Beitragsbild zu 100 Prozent human erstellt wurden.
Ich mache das wirklich nicht aus Überzeugung, sondern ausschließlich als Service für die Nutzer unserer Plattform.
Tatsächlich handelt es sich beim AI Act der Europäischen Union eben auch wieder um eine weitere Verordnung, die aus meiner Sicht letztendlich vor allem dazu geeignet ist, der Wirtschaft zu schaden.
Natürlich klingt so etwas wie die Health-Claims-Verordnung oder auch die Datenschutzgrundverordnung zunächst einmal so, als wäre es für den Verbraucher gemacht. Aber eine Verordnung muss sich für mich nicht daran messen lassen, was in ihrer offiziellen Begründung steht, sondern daran, welches Ergebnis sie am Ende tatsächlich bringt.
Und wenn man sich die Auswirkungen all dieser Verordnungen anschaut, stellt man aus meiner Sicht fest, dass einer der stärksten Effekte darin liegt, Großunternehmen zu stärken.
Ich kann Dir an diesem kleinen Beispiel ziemlich genau erklären, wie das zusammenhängt.
Dieser Einbau eines kleinen Features, nur damit wir unangreifbar sind und sich unsere Coaches sicher fühlen können, kostete zunächst einige Stunden juristischer Auseinandersetzung mit der Thematik überhaupt. Zusätzlich kann man dafür ohne Weiteres noch einige Hundert oder sogar einige Tausend Euro für Rechtsanwälte und Beratungen ausgeben.
Dazu musste tatsächlich noch die Infrastruktur unseres Systems verändert werden, was wiederum einige Stunden Programmierarbeit in Anspruch genommen und damit weitere Kosten verursacht hat.
Die gesamte Auseinandersetzung mit einer einzigen Verordnung für ein einziges Unternehmen, das sich auch noch im Aufbau befindet, bewegt sich damit faktisch schnell im Bereich von mehreren Tausend Euro.
Größere und mittelständische Unternehmen geben allein für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter zum Teil mehrere Tausend Euro aus. Und dann hat sich am System und an der technischen Infrastruktur noch überhaupt nichts geändert. Diese Kosten müssen zusätzlich getragen werden.
Das betrifft im Grunde genommen fast jedes Unternehmen, das mit KI arbeitet, und damit Millionen von Unternehmen, die zunächst einmal dazu gezwungen werden, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, anstatt sich um ihre Kunden, Aufträge, neue Produkte oder neue Aufträge zu kümmern.
Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch solche Prozesse entstehen kann, geht aus meiner Sicht in die Milliarden.
Und ein zweiter Effekt kommt hier zum Tragen, der besonders bei der Datenschutzgrundverordnung extrem ausgenutzt wurde und den wir in ähnlicher Form auch bei der Health-Claims-Verordnung erleben.
Mitbewerber können beginnen, sich gegenseitig ganz genau zu beobachten und zu analysieren. Und sobald irgendwo ein Fehler gefunden wird, beginnt die Auseinandersetzung mit Abmahnungen, Anwälten und juristischen Verfahren.
Der Fokus wird damit komplett weg von dem gerichtet, was man als Unternehmer eigentlich tun sollte.
Produkte entwickeln. Kunden gewinnen. Dienstleistungen verbessern. Arbeitsplätze schaffen. Unternehmen aufbauen.
Einem Verbraucher wurde aus meiner persönlichen Sicht durch diesen Mechanismus an vielen Stellen überhaupt nicht geholfen. Teilweise passiert sogar das Gegenteil. Die Health-Claims-Verordnung beispielsweise schränkt massiv ein, wie Unternehmen über bestimmte Eigenschaften und Wirkungen ihrer Produkte kommunizieren dürfen.
Kleinere und mittelständische Unternehmen können sich durch solche Auseinandersetzungen gegenseitig schwächen oder im schlimmsten Fall sogar auslöschen. Großkonzerne können währenddessen zuschauen und erleben, wie ihre Marktanteile wachsen.
Und ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass solche Entwicklungen nicht ausschließlich zufällig entstehen, sondern dass Lobbyismus dabei eine erhebliche Rolle spielt.
Und warum auch nicht?
Das ist Business und Lobbyismus. Lobbyismus ist grundsätzlich nichts Verbotenes und gehört längst zum politischen System.
Das eigentliche Problem liegt aus meiner Sicht in unserem Umgang damit.
Wir brauchen viel mehr Aufklärung darüber, damit wir nicht in diese Panikmache verfallen und schon gar nicht diesen vorauseilenden Gehorsam leben.
Denn wem ist damit wirklich geholfen?
Für einen großen Konzern macht ein zusätzlicher juristischer oder technischer Aufwand möglicherweise 0,002 Prozent des Gesamtumsatzes aus – wenn überhaupt. Bei einem kleinen Unternehmen oder einem Startup können dieselben Kosten einen erheblichen Anteil des verfügbaren Budgets auffressen.
Und genau darin liegt das Problem.
Ich möchte mit diesem Artikel darauf aufmerksam machen, dass wir solche Dinge anders hinterfragen müssen.
Im Grunde genommen müssten wir viel häufiger aufstehen und sagen:
Solche Arten von Verordnungen wollen wir nicht.
Interessant ist für mich auch die Frage, warum andere Regionen der Welt wirtschaftlich teilweise deutlich dynamischer wachsen, während Deutschland seit Jahren Schwierigkeiten hat, überhaupt noch nennenswertes Wachstum zu erzeugen.
Natürlich gibt es dafür viele verschiedene Ursachen. Aber genau solche Fragestellungen gehören für mich definitiv dazu.
Denn sobald sich der Fokus eines Unternehmers in die falsche Richtung bewegt, fehlt diese Energie an einer anderen Stelle.
Plötzlich wird an vollkommen falschen Stellen Geld investiert.
Und ganz offen gesprochen: Egal welches Unternehmen Du nimmst – würde man nur einen Teil des Geldes und des Zeitaufwands, der für die Befolgung ständig neuer Verordnungen eingesetzt werden muss, stattdessen in Entwicklung, Innovation, Mitarbeiter, Produkte und Marketing investieren, würde daraus Wachstum entstehen.
So aber können Unternehmen genau daran scheitern.
Und das, was uns seit Jahren als Bürokratieabbau angekündigt wird, wird aus meiner Sicht eine ewige Utopie bleiben.
Denn Fakt ist auch, dass rund um Verordnungen, Regulierung und deren Umsetzung längst eine riesige eigene Wirtschaft entstanden ist. Behörden, Arbeitskreise, Kanzleien, Beratungsunternehmen, Zertifizierer, Schulungsanbieter und zahlreiche weitere Beteiligte verdienen mit diesem System ihr Geld.
Warum sollte dieses System freiwillig kleiner werden?
Genau deshalb glaube ich nicht daran, dass Bürokratieabbau allein durch politische Ankündigungen funktionieren wird.
Wenn dabei die deutsche oder auch die gesamte europäische Wirtschaft Schaden nimmt, wird dieser Schaden offensichtlich in Kauf genommen.
Ob er tatsächlich bewusst gewollt ist, darüber kann man diskutieren.
Dass wir als Unternehmer aber wesentlich kritischer hinterfragen sollten, welchen tatsächlichen Nutzen eine neue Regulierung bringt und welchen Preis Wirtschaft und Gesellschaft dafür bezahlen, steht für mich außer Frage.
Und genau deshalb gibt es auf 5KEYS jetzt diesen kleinen KI-Hinweis.
Nicht aus Panik.
Sondern damit unsere Coaches und Autoren ihre Energie wieder dort einsetzen können, wo sie hingehört: bei ihren Inhalten, ihren Kunden und ihren Ideen.






